Kosmische Erziehung

Kosmische Erziehung

Zum Begriff der Kosmischen Erziehung

Das griechische Wort „Kosmos“ bezeichnet nicht nur das gesamte Universum, sondern auch die Ordnung, den Schmuck, die „Wohlgefügtheit“ der Welt.
Kosmos meint weit mehr als einfach „das Ganze“. Kosmos bedeutet, dass allem eine sinnvolle Ordnung zu Grunde liegt. Eine wunderbare Struktur, in der alles mit allem verwoben.

In der Kosmischen Erziehung geht es deshalb nicht nur um die kosmische Umgebung des Menschen, sondern auch um seinen eigenen Platz inmitten dieses Kosmos. Letztlich geht es um den Bezug des Einzelnen zur Welt. Der Mensch ist nicht als isoliert und getrennt von allem zu betrachten, sondern als kleiner, aber wichtiger Teil des großen Ganzen.

Der Lernbereich „Kosmische Erziehung“

Aus der Einsicht heraus, dass Alles mit Allem zusammenhängt, hat Maria Montessori den Begriff der Kosmischen Erziehung geschaffen, der die Bereiche Astronomie, Geographie, Biologie, Physik, Geologie, Chemie, aber auch Anthropologie, Kultur und Religion in sich vereint.

Die Montessori-Pädagogik legt den Schwerpunkt nicht auf die Abgrenzung der einzelnen Fächer voneinander, sondern betont die Übergänge und Zusammenhänge zwischen den einzelnen Disziplinen. Erst in der Gesamtschau wird das Wunder des Lebens vollkommen erfahrbar. Im Lernbereich „Kosmische Erziehung so bei den Kindern vor allem eine Haltung hervorgerufen werden: Das Staunen und die Dankbarkeit darüber, in so einem wunderbaren und unglaublichen Universum leben zu dürfen.