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Heilpädagogik

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Was ist Heilpädagogik?

Eine engagierte Web-Initiative für Inklusion namens Inklumat definiert den Begriff so:

„Heilpädagogik ein Wissenschaftszweig der Pädagogik, in dessen Zentrum die Bildung, Erziehung, Förderung und Therapie von Kindern und Jugendlichen steht, die von einer Behinderung oder einer körperlichen, geistigen oder seelischen Entwicklungsbeeinträchtigung betroffen sind.“

Der heilpädagogische Begriff trennt also Kinder in solche mit und solche ohne heilpädagogischen Bedarf. So entstehen heilpädagogische Einrichtungen wie z.B. in der Waldorfpädagogik. Dort ist zweifelsohne sehr gezielte Förderung möglich, aber integrativ sind sie nicht.

Die Montessori-Methode in aller Kürze

Maria Montessori stellte in ihrer Pädagogik immer das Kind in den Mittelpunkt. „Das Kind dort abholen, wo es steht“ hätte genau ihr Motto sein können. Nicht die Konzepte und Erwartungen der Eltern oder PädagogInnen, sondern das Kind mit all seinen Stärken und Schwächen ist Ausgangspunkt der pädagogischen Arbeit. Das Kind erforscht die vorbereitete Umgebung und sucht sich das Material aus, das es am meisten anspricht.

Als Ärztin hat Maria Montessori zu Beginn ihrer Karriere mit geistig behinderten Kindern gearbeitet. Ihre Erfahrungen flossen in die Entwicklung ihrer Materialien mit ein. So ist Montessori-Material in der Regel nicht rein kognitiv, sondern ebenso sensuell-haptisch erfahrbar. Ein echtes Plus in der Arbeit mit kognitiv eingeschränkten Kindern.

Gibt es eine spezielle Montessori-Heilpädagogik?

Maria Montessori verfolgte einen integrativen Ansatz. Sie hielt nichts von der Ausgrenzung von Kindern mit Behinderung. Im Gegenteil, sie war überzeugt, das schwächere Kinder viel von den stärkeren Kindern lernen können und andersherum. Gruppen und Klassen mit behinderten Kindern haben insgesamt eine wesentlich höhere soziale Kompetenz aufzuweisen. Die Interaktion, die Hilfsbereitschaft und Fürsorge steigt erfahrungsgemäß in einer integrativen Gruppe oder Klasse. Der integrative Gedanke bei Montessori lässt es eher nicht zu, von einer speziellen Montessori-Heilpädagogik zu sprechen.

Montessori-Therapie

Viele Einrichtungen allerdings haben Montessori-TherapeutInnen angestellt, die in einem eigens dafür vorgesehenen Raum mit den eingeschränkten Kindern arbeiten. Meistens verfügen sie dort über einiges Montessori-Material, das sich das Kind bei seinem Besuch aussuchen darf. Die meisten Kinder freuen sich sehr auf „ihre Stunde“, weil sie jetzt endlich einmal im Mittelpunkt stehen und den Pädagogen für sich allein haben können. Die Therapeutin arbeitet mit den anderen PädagogInnen eng zusammen und hält regelmäßig Austausch. Therapie hat also an Montessori-Einrichtungen eine sehr positive Bedeutung, für die man sich keineswegs zu schämen braucht.

Besonders geeignete Materialien für die Heilpädagogik:

Oben haben wir für sie einige Materialien aufgelistet, die besonders gut für Kinder mit kognitiven Einschränkungen geeignet sind. Gerne können sie auch selbst weitersuchen, denn jedes Kind ist anders und bevorzugt andere Materialien.

Die Bereiche Kleinkindmaterial, Sinnesmaterial, Übungen des Praktischen Lebens und Übungen der Stille bieten sich bei kleineren Kindern besonders an. Für ältere Kinder mit Beeinträchtigung lassen sich sicher auch in den Bereichen Mathematik, Deutsch und Kosmische Erziehung geeignete Materialien finden.
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