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Schreiben

Die Bedeutung der Schrift

Niemand weiß wohl besser um die Bedeutung der Schrift als jemand, der sie nicht kennt. Wir nennen diese Menschen „Analphabetiker“ und es gibt sie immer noch, inmitten unserer Gesellschaft. Beim Einkaufen ist schwer zu erkennen, welches Lebensmittel sich in einer Verpackung befindet. Wichtige Briefe muss der Nachbar vorlesen. Und beim Kauf eines Zugtickets ist keinerlei Kontrolle möglich. Zweifelsohne, unsere Welt funktioniert nicht ohne die Schrift.

Die Wissenschaftler streiten sich, ob zuerst die Mesopotamier oder die Ägypter die Schrift erfanden. Fakt ist, dass um 3000 v.Chr. beide Kulturen so hochentwickelt waren, dass sie die geniale Idee der Schrift verwirklichen konnten. Heute gibt es auf der Erde ungefähr 30 Hauptschriftarten, wobei die Lateinische Schrift mit dem Englischen immer mehr die anderen Schriften verdrängt. Es gibt also kaum etwas wichtigeres, das unsere Kinder in der Schule lernen können als die Kunst des Schreibens.

Welche Methoden nun bietet die Montessori Pädagogik, unsere Schrift mühelos und mit viel Freude zu erlernen?

Verschiedene Techniken, das Schreiben zu erlernen

• Nachspurrahmen
Bereits 3-jährige können mit einem Knauf in Fahrrillen geometrische Formen nachfahren. Sie lernen dabei das Ziehen einer Linie und eines Kreises. Der Kreis bereitet auf die späteren Schwungübungen vor. • Sandbuchstaben
Die Sandbuchstaben laden die Kinder zum Nachfahren mit den Fingerspitzen ein. Sie nehmen dabei den Unterschied zwischen dem glatten Hintergrund und den rauen Buchstaben war. Das Geniale an den Sandbuchstaben ist es, dass sie nicht so sehr mit dem visuellen, als mit dem sensorischen Sinn arbeiten. Die Kinder erkennen im Nachfahren, also im Tun, die einzelnen Buchstaben. Dadurch, dass sie aktiv werden, ist auch ihr kognitiver Sinn wach und aufnahmebereit. • Nachspurtafel
Die Nachspurtafel bietet bereits schriftähnliche Muster an, die mit einem Holzstift nachgefahren werden. So können die Kinder frei von Erfolgsdruck die Stifthaltung erlernen und bereits rhythmische, gleichförmige Bewegungen damit ausführen. Die Nachspurtafel ist ein gutes Beispiel für die „Isolation der Schwierigkeiten.“ Ohne abbrechende Stifte oder klecksende Füller kann sich das Kind hier ganz allein auf den Prozess des Schreibens konzentrieren. • Nachspurbuchstaben und -ziffern
Hier werden bereits alle Buchstaben und Ziffern mit einem Holzstift nachgefahren. So prägen sich die verschiedenen Linien und Schwünge gut ins Gedächtnis ein. Das große Format der Buchstabentafeln (18 x 20 cm) erleichtert das Schreiben und Einprägen der einzelnen Buchstaben. • Sandmalen
Beim Sandmalen hat das Kind nur die Begrenzungslinien der Box bzw. des Tabletts zur Verfügung. Ansonsten ist es frei in seiner Gestaltung. Wie der Name schon sagt, ist dieses Material besonders gut zum Malen geeignet. Buchstaben und Ziffern können am besten von einer Vorlage abgeschrieben werden. Das Schreiben erfolgt wieder mit einem Holzstift oder direkt mit dem Finger. Der Sand bietet dem Kind sensorische und optische Reize. Das Kind kann wieder großflächig schreiben und nach der Übung gleich einer Zaubertafel mit einem Schieber wieder alles schön glattstreichen.

Allen Materialien zum Schreibenlernen ist gemeinsam, dass die Schreibversuche nicht festzuhalten sind. Der Charakter einer Übung steht hier im Vordergrund. Sobald die Kinder in Hefte schreiben, können sie auch korrigiert und bewertet werden. Zu einem späteren Zeitpunkt mag das wichtig sein. Aber in der Vorschule soll es vor allem darum gehen, sich mit Freude und Spaß auszuprobieren.