Nachvollziehbarer Weise wünschen sich viele Eltern, dass ihr Kleinkind „auch mal alleine spielt“. Damit das gelingt, stellen wir Ihnen heute 3 Helferlein vor, mit denen Sie die ideale Grundlage für die Exploration Ihres Kindes schaffen können. Mit konkreten Spiel-Ideen! Viel Freude beim Entdecken.
Helferlein 1: Das Gemüt
Ein sattes und ausgeschlafenes Kind ist eher in der Lage, sich alleine zu beschäftigen, als ein Kind, dessen Grundbedürfnisse (nach Nahrung und Schlaf) gerade nicht erfüllt sind. Wenn Sie sich wünschen, dass Ihr Kind alleine spielt, passen Sie dafür gezielt solche Momente ab, in denen es gerade nicht übermüdet oder hungrig ist. Im Idealfall ist auch das Bedürfnis nach Nähe schon zuvor gestillt, indem vor dem Spielen z. B. gemeinsam gekuschelt, ein Buch gelesen oder etwas anderes Verbindendes zum „Aufladen“ mit Mama- oder Papa-Nähe gemacht wurde.
Helferlein 2: Die Aufwärmphase
Bevor Sie ihr Kind dann dazu animieren, alleine zu spielen, machen Sie es erst einmal „warm“ mit den Spielmaterialien. Beginnen Sie gemeinsam, z. B. etwas aufzubauen, was Ihr Kind fortführen kann und kündigen Sie dies auch gerne an: „Ich spiele jetzt noch 5-10 Minuten mit Dir und anschließend koche ich/lese ich mein Buch/rufe ich XY an etc.“. Diese verbale Ankündigung schafft Orientierung und Klarheit. Gleichzeitig kann das Kind so leichter ins Spiel finden und darauf aufbauend eigene Ideen entwickeln.
Helferlein 3: Open-End-Spielmaterialien
Halten Sie genau für diese gewünschten „allein-Spielphasen“ Materialien bereit, die auch genau das ebnen: Das freie Spiel (ohne Ende). Für Kindergartenkinder sind dafür besonders kreative Bau-Materialien geeignet, wie z. B. diese Magnetbausteine, diese Minecraft-Bausteine oder auch dieses Große Regenbogen-Set. Genauso empfehlenswert sind die DIY-Kugelbahn und das Abenteuer-Baumhaus, welches zu klassischen und vielseitigen Rollenspielen einlädt.
Fazit: Es gibt Momente am Tag, an denen Kindern es leichter fällt, „auch einmal alleine zu spielen“. Nutzen wir diese Phasen in Kombination mit ansprechenden Spielmaterialien, können wir unser Kind nach und nach an das alleinige Spiel gewöhnen.
Tipp: Je ritualisierter und regelmäßiger wir Kinder zum „alleinigen Spiel“ einladen, desto mehr sind sie daran gewöhnt. Vielleicht finden Sie einen Zeitpunkt, der täglich gut dazu passt? Denkbar wäre z. B. nach dem Frühstück oder nach dem Nachmittagssnack.
Verraten Sie uns gerne: Welches Freispiel-Material nutzen Sie am liebsten? Wir freuen uns von Ihnen zu lesen!
Herzliche Grüße
Ihr Team von Montessori-Lernwelten
Autorin: Silvia Löwenstein