DIE DREI-STUFEN-LEXIKON

Ein ganz wesentlicher Bestandteil der Montessoripädagogik ist die Drei-Stufen-Lektion. Alternativ wird diese Lektionen auch Wortlektion oder Zeitlektion genannt.

Bei der Drei-Stufen-Lektion werden neue Lerninhalte mit den entsprechenden Vokabeln verknüpft. Diese Methode wird weltweit bei der Einführung neuer Montessori-Materialien verwendet. Die Lektion läuft dabei immer nach dem selben Schema ab: Benennen, Wiedererkennen, Beherrschen. Die Drei-Stufen-Lektion geschieht häufig in Einzelbetreuung, da sie von den Interessen und dem Entwicklungsstandes des Kindes ausgeht.

Ziele der Drei-Stufen-Lektion sind die Wortschatzerweiterung, die Begriffsbildung und die Sprachförderung.

1. Stufe-Benennen

Neue Materialien oder Sinneseindrücke werden mit den dazugehörigen Vokabeln verknüpft. Der Pädagoge benennt den Gegenstand oder den Sinneseindrück, während das Kind das Neue sieht, riecht oder fühlt. Um nicht von dem neuen Lerninhalt abzulenken, verwendet der Pädagoge einen einfachen Satzbau und einfache Worte.

2.Stufe-Wiedererkennen

Die zweite Stufe kann unmittelbar nach der ersten folgen, könnte aber auch zeitversetzt stattfinden. Das Kind soll nun einen Gegenstand oder einen Sinneseindruck wiedererkennen. In dieser Phase gibt es viele Wiederholungen und Übungen. In dieser Stufe kann man überprüfen und erkennen, ob das Kind den neuen Lerninhalt verstanden hat. Ist dies nicht der Fall, muss man zurück zu Stufe 1.

3.Stufe-Beherrschen

In dieser Stufe wird das Kind nun sprachlich selber aktiv. Es bennent den neuen Lerninhalt auf eine Frage des Pädagogen hin. Auch in der dritten Stufen wird noch wiederholt, geübt und verinnerlicht.

Nun ein kleines und einfaches Beispiel zum Perlenmaterial:

Stufe 1

Der Pädagoge führt vor, wie mit dem Material gearbeitet wird.

„Das ist eine rote Einerperle.“

Stufe 2

Der Pädagoge prüft, ob sich das Kind den neuen Begriff gemerkt hat.

„Wo ist die rote Einerperle?.“ oder „Lege die rote Einerperle auf den Tisch.“

Stufe 3

Der Pädagoge zeigt auf das Material und erfragt den Begriff.

„Was ist das ?“

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