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Fehlerfreundlichkeit bei Montessori

26.03.2018 18:52 von Marie Laschitz

Fehlerfreundlichkeit bei Montessori

Maria Montessori berichtet, dass zu ihrer Zeit Kindern noch Eselsohren aufgesetzt wurden, wenn ihnen in der Schule ein Fehler passiert ist. Aus heutiger Sicht wissen wir: Weder das Kind noch der Esel sind dumm, sondern nur ein Lehrer, der seine Schüler lächerlich macht und bloßstellt.

Er hat offenbar seine Aufgabe nicht verstanden und kann nichts anderes, als bei den Kindern Unheil anzurichten.

Die große Pädagogin sprach davon, „dem Fehler gegenüber ein freundschaftliches Verhalten an den Tag legen und ihn als einen Gefährten betrachten, der mit uns lebt und einen Sinn hat."

Ein freundschaftliches Verhalten gegenüber Fehlern heißt, sie zu achten und ihre Anwesenheit zu schätzen. Fehler gehören zum Lernen einfach dazu und sie zeigen auf, wo ein besserer Weg verläuft. Fehler haben eine wichtige Funktion in jedem Erkenntnisprozess und da, wo sie akzeptiert werden, fühlen sich auch die Menschen akzeptiert, denen diese Fehler unterlaufen.

Die Frage ist berechtigt, ob in unserer Zeit das Wort "Fehler" überhaupt noch zeitgemäß erscheint. Ist es denn immer ein Fehler, wenn ein Kind falsch rechnet? Betrachtet man nur das Ergebnis, scheint es so.

Wenn man genauer das Kind in den Fokus nimmt, ändert sich der Blickwinkel.

Vielleicht war es ein Integrationskind, das noch gar nicht rechnen kann, aber gerne spielt, dass es Rechenaufgaben löst?

Vielleicht ist das Kind hyperaktiv und hat einen schlechten Tag, weil die Mutter krank geworden ist?

Vielleicht ist das Kind hochbegabt und ist vor lauter Unterforderung mit seinen Gedanken ganz woanders hin geflohen?

In keinem dieser Fälle macht es wirklich Sinn, von einem Fehler zu sprechen.

Wer Fehler ankreidet, kehrt die unterschiedlichsten Kinder über einen Kamm.

Nur wenn ich den individuellen Werdegang des Kindes vor Augen habe, kann ich seiner Leistung gerecht werden. Deshalb lernen Montessorischüler weitgehend ohne Noten.

Wie viel Schlimmes passiert auf der Erde, weil Menschen ihre eigenen Schattenseiten nicht annehmen können und deshalb ihre Wut auf ihre Mitmenschen lenken? Wenn Kinder lernen, ihre Fehler und negativen Seiten gelassen anzunehmen, weil sie ja wissen, dass sie in ihrem Wesen geliebt und gewollt sind, dann wäre unsere Welt ein kleines Stück besser.

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Montessoripädagogik ohne Belohnung oder Strafe?

05.01.2018 17:43 von Marie Laschitz

Montessoripädagogik ohne Belohnung und Strafe?

Es ist ein wichtiger Grundsatz in der Montessori-Pädagogik, sowohl auf Belohnung als auch auf Strafe weitgehend zu verzichten.

Was aber steht hinter dieser Haltung? Ist es nicht wichtig, Kinder manchmal zu belohnen, um sie zu motivieren? Und sind Strafen nicht unverzichtbar, wenn Regeln und Grenzen nicht respektiert werden, um die Kinder in ihre Schranken zu weisen?

Maria Montessori meint dazu:

"Preise und Strafen sind Anregungen zu unnatürlicher oder erzwungener Bemühung, und deshalb können wir in diesem Zusammenhang nicht von der natürlichen Entwicklung des Kindes sprechen."

Die große Pädagogin nimmt damit vorweg, was auch die moderne Pädagogik einem Belohnungs- und Bestrafungssystem in der Erziehung entgegenzusetzen hat:

Wird ein Kind z.B für eine schulische Leistung mit einem Sternchen oder einer Süßigkeit belohnt, so läuft man Gefahr, dass das Kind mit der Zeit lernt, sich nicht mehr aus natürlicher Neugier und Wissensfreude heraus einer Aufgabe zuzuwenden, sondern nur in Hinblick darauf, sich eine Belohnung zu verdienen. Der Prozess des Lernens, der geistigen Arbeit wird damit gleichsam entäußert und an einen Zweck gebunden, der außerhalb des dem Kind innewohnenden Forschungsdranges liegt und nicht dem eigentlichen Wesen des jungen Menschen entspringt.

Ähnlich verhält es sich bei kleinen Dienstleistungen oder Hilfestellungen, die das Kind übernimmt: Werden z.B. kleine Dienste im Klassenzimmer verrichtet wie das Blumen Gießen oder das Tafel Wischen, würde eine Belohnung von Seiten des Pädagogen das natürliche Bedürfnis des Kindes, Teil der Gemeinschaft zu sein und für diese auch etwas beizutragen, nur stören.                     Noch weniger leistet eine Belohnung gute Dienste, wenn etwa ein Kind einem Klassenkameraden bei einer Aufgabe hilft. Gehört die gegenseitige Hilfestellung und die Unterstützung der Schüler doch konzeptionell zur Montessori - Pädagogik dazu und sollte so tief bei den Kindern verankert sein, dass es keinerlei äußerer Anreize mehr bedarf. Eine achtsame Wertschätzung und aufmerksame Anerkennung des Kindes ist sicher der bessere Weg als eine materielle Belohnung.

Und wie sieht es mit Lob aus? Oft hat man ja den Eindruck, Pädagogen und Lehrer loben zu viel, zu oft und vor allem zu grundlos. Die meisten Kinder hören schon gar nicht mehr hin, wenn Erwachsene jeden ihrer Handgriffe toll und super finden.

Lob sollte wohl vor allem eines sein: Eine Ermutigung für die nicht so Starken. Ein pädagogisches Lob ist immer individuell auf das jeweilige Kind zurechtgeschnitten und sollte mit einer sehr achtsamen Wahrnehmung zusammengehen. Dabei zählt weniger die Leistung, die z.B. auf dem Papier abzulesen ist, sondern vielmehr die Leistung, die sich im Kopf des Kindes abspielt. Das Potenzial jedes Menschen ist individuell und misst und vergleicht man es, wird es zwangsläufig ungerecht. Denn jeder Mensch hat ein anderes Startkapital. Will ich ihn aufbauend loben, hole ich ihn am besten da ab, wo er steht.

Ähnlich verhält es sich mit Bestrafungen:

Längst ist "Bestrafung" im pädagogischen Alltag ein Tabuwort geworden, das durch Begriffe wie "Auszeit" oder "Konsequenzen" ersetzt worden ist.

Aber es bleibt sich gleich: Wenn das Kind mit Wut und Ablehnung auf die jeweilige Erziehungsmaßnahme reagiert, wird der gewünschte pädagogische Erfolg vermutlich ausbleiben.

Besser wäre es, gemeinsam mit dem Kind zu reflektieren, was schief gegangen ist und wie es in Zukunft besser klappen könnte. Art und Weise einer Sanktion können mit dem Kind unter vier Augen oder im Kinderrat besprochen werden.                                 So bekommt das Kind Mitspracherecht und Verantwortung. Und es lernt, dass die eigene Freiheit nicht auf Kosten der Freiheit anderer gelebt werden darf.

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Partizipation in der Montessori-Pädagogik

20.12.2017 15:06 von Marie Laschitz

Partizipation in der Montessori-Pädagogik

Wenn auch der Begriff der Partizipation in der Pädagogik erst später aufkam, so kann sie durchaus als eine Grundausrichtung der Montessori-Pädagogik gelten.   Seit ihren Anfängen Ende des 19. Jahrhunderts ist die Teilhabe, also die Mitbestimmung der Kinder in Entscheidungsprozessen, ein entscheidendes Element der Pädagogik Maria Montessoris.

Was bedeutet Partizipation in der Pädagogik?

Kein Kindergartenkonzept und keine Schülerparlament kommen heute ohne Partizipation aus. Als Hinführung zum demokratischen Handeln und als Übungsfeld für soziale Kompetenz ist sie heute zum Grundprinzip zahlreicher pädagogischer Einrichtungen geworden. Bereits die Allerkleinsten werden in vielen Kitas unter den Gesichtspunkten der Partizipation erzogen.

Richard Schröder, ehemaliger Leiter des ersten Kinderbüros der Republik »ProKids« in Herten, definiert den Begriff der Partizipation auf folgende Weise:

»Partizipation heißt, Entscheidungen, die das eigene Leben und das Leben der Gemeinschaft betreffen, zu teilen und gemeinsam Lösungen für Probleme zu finden«

Angelehnt an die UN Kinderrechtskonventionen werden in vielen Einrichtungen wichtige Entscheidungen gemeinsam mit den Kindern besprochen und getroffen:

Kinder haben das Recht, ihre Meinung frei zu äußern, sie sind fähig, sich eine eigene Meinung zu bilden und ihre Meinung wird von den Erwachsenen auch berücksichtigt.

Besonders in der Pädagogik ist es allerdings für einen gelungenen partizipatorischen Prozess unerlässlich, alle Partizipierenden, also in dem Fall alle Kinder, so gut wie möglich über das jeweilige Thema ins Bild zu setzen. Denn eine Grundvoraussetzung für Mitbestimmung ist zunächst einmal die Aufklärung. Ohne ausreichende Informationen ist es auch nicht möglich, sich sinnvoll für eine Lösung zu entscheiden.

Geht es z.B. um die Gartengestaltung einer Kita, sollten den Kindern auch anschauliche Vorschläge vorliegen, zwischen denen sie wählen können. Darüber hinaus soll Raum sein für kreative Vorschläge der Kinder.

Wo ist Partizipation in der Montessori-Pädagogik fest verankert?

Partizipation ist in den Grundsätzen Maria Montessoris von Anfang an fest verankert. Das belegen viele Zitate der Reformpädagogin:

"Hilf mir es selbst zu tun"

"Das Kind als Baumeister seiner selbst"

"Freie Wahl der Arbeit".

                                                                                                                       Maria Montessori
In der Montessoripädagogik wird dem Kind auf vielerlei Weise Entscheidungsfreiheit und Selbstbestimmung zugestanden.

So sind die Materialien nicht für das Kind unerreichbar in Schränken verschlossen, sondern auf Augenhöhe frei zugängig und einladend gelagert.

Zu Beginn jeder Freiarbeitsstunde werden die Kinder gefragt, was sie arbeiten wollen. Der Pädagoge lässt den Kindern dabei Freiraum, hält sie jedoch auch dazu an, bei einer Sache zu bleiben und angefangene Arbeiten zu beenden.

Insgesamt nehmen sich die Montessori-Pädagogen sehr zurück und ermöglichen den Kindern so, sich aktiv und selbstständig in das Geschehen einzubringen.

Es gibt unzählige Beispiele, die Kinder an Entscheidungen zu beteiligen.

Der nächste Ausflug, die Neugestaltung des Klassenzimmers oder die Auswahl eines Theaterstücks, das aufgeführt werden soll, sind nur einige davon.

Für den Pädagogen stellt die Partizipation aber auch einen heiklen Balanceakt dar. Es ist eben doch nicht alles verhandelbar, wenn Regeln eingehalten und Werte respektiert werden sollen.

Immer noch sind wir die Pädagogen, die den Kindern und Jugendlichen Orientierung bieten sollen.

Kinder sind keine voll mündigen Erwachsenen. Und ihre Entscheidungen sind oft spontan und unreflektiert.

Deshalb ist es wichtig, als Pädagoge zwar die eigene Machtposition zurückzunehmen, nicht aber den eigenen Weitblick und die Erfahrung.

Partizipation bedeutet ja auch, die Werte der Gesellschaft zu vertreten.



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Montessori für ältere Menschen

08.12.2017 14:26 von Marie Laschitz

Montessori für ältere Menschen

Seit einigen Jahren kommt die Montessori-Pädagogik immer mehr auch in der Arbeit mit älteren, hochaltrigen und dementen Menschen zum Einsatz.

Viele Kompetenzen und Fähigkeiten, die im Alter verloren gehen können, werden durch Training und Therapie mit dem Montessori-Material wieder reaktiviert . Dem Abbau des kognitiven Leistungsvermögens und dem Nachlassen der Gedächtnisleistungen kann durch den gezielten Einsatz von geeigneten Montessori-Materialien effektiv entgegengewirkt werden.

Wenn es auch noch keine speziellen Senioren-Einrichtungen nach Montessori gibt, so entstehen immer mehr Projekte, die jung und alt miteinander in Kontakt und Austausch bringen wie z.B. in einem Generationenhaus, das Kindergarten und Seniorenheim unter einem Dach integriert. Generationsübergreifend können hier Kinder und ältere Menschen über passendes Material die Umwelt entdecken und zueinander finden.

Die Montessori-Arbeit mit den Senioren besteht zu einem guten Teil aus Gedächtnistraining. Falls die Einrichtung über einen Garten verfügt, bietet es sich z.B. an, Fototafeln für die einzelnen Blumensorten herzustellen und damit im Garten auf die Suche nach den Originalen zu gehen.

Viele ältere Menschen hatten früher selbst einen Garten und packen erstaunliches Fachwissen aus, vor allem aber Freude an der Schönheit der Natur.

Alle Themen knüpfen unmittelbar an den Erfahrungsbereich der älteren Menschen an und kann so einen Aha-Effekt auslösen.

Foto-Material von Speisen, Ausflugszielen oder speziellen Hobbys ist bestens geeignet, um nicht nur eine kognitive Anregung zu bieten, sondern auch um positive Emotionen und Erinnerungen hervorzurufen.

Aber auch Material aus den Bereichen Kosmische Erziehung, Sprache, Mathematik, Sinnesmaterial oder Übungen des täglichen Lebens finden in der Seniorenarbeit Verwendung.

Der Leitsatz von Maria Montessori, "Hilf mir, es selbst zu tun" ist für die Senioren-Arbeit genauso richtungsweisend wie für die klassische Montessori-Pädagogik für Kinder und Jugendliche. Je mehr Erfolg und Gelingen zum täglichen Erfahrungsschatz gehören, umso größer das Selbstbewusstsein und die Zufriedenheit auch der älteren Menschen.

Wie viele tägliche Abläufe wie die Körperpflege oder das Anziehen werden vom Personal erledigt, weil die Zeit knapp ist. Doch jede kleine Entscheidung, jeder selbst getane Handgriff ist ein Stück Unabhängigkeit und Freiheit, die dem alten Menschen Achtung und Würde verleiht.

Mit Hilfe des Einsatzes von Montessori-Material in der Senioren-Arbeit können kleine aber entscheidende Bereiche der Selbstständigkeit und Würde wiederbelebt und verwirklicht werden.

Literaturtipps:

Bianca Mattern: Montessori für Senioren, Einführung in die montessoripädagogische Arbeit mit Senioren und Hochaltrigen, 2008



Lore Wehner, Ylva Schwinghammer: Sensorische Aktivierung,

Ein ganzheitliches Förderkonzept für hochbetagte und demenziell beeinträchtigte Menschen, 2017



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Montessoripädagogik und Achtsamkeit

23.11.2017 17:38 von Marie Laschitz

Montessoripädagogik und Achtsamkeit

Die Neuentdeckung von Achtsamkeit und Meditation hat längst die Klassenzimmer erreicht. Besonders in Amerika gibt es eine starke "Mindfulness"-Bewegung, die achtsame Elemente in den Unterricht einbaut und dadurch zu erstaunlichen Ergebnissen kommt.

Übende Schüler können meistens besser Stress bewältigen, mit Rückschlägen umgehen und Frustrationen aushalten. Weil sie lernen, in sich selbst einen geschützten Rückzugsraum zu schaffen, können sie die Anforderungen der Außenwelt besser meistern.

Worum aber geht es genau bei der Achtsamkeit? Und was hat sie mit der Montessori-Pädagogik gemeinsam?

Auch wenn sich die Achtsamkeit aus der buddhistischen Tradition heraus entwickelt hat ist sie keineswegs auf spirituelle Praktiken begrenzt.

Achtsames Gehen, achtsames Essen, achtsames Singen, all das kann zur Einübung in den bewusst erlebten Augenblick werden, ungetrübt von den unzähligen Gedanken, die um ein Vorher und ein Nachher kreisen und uns vom unmittelbaren Erleben des Moments abschneiden.

In der Montessori-Pädagogik gibt es ja auch diese Hingabe an den Augenblick, wenn ein Kind vollkommen in eine Tätigkeit versunken ist.

Maria Montessori hat diesen Zustand "die Polarisation der Aufmerksamkeit" genannt und ihm für das Erleben und Erlernen eine außerordentliche Bedeutung beigemessen.

Achtsamkeit ist jedoch keine pädagogische Methode, um die Kinder zur Ruhe oder in die Konzentration zu bringen. Sie ist vielmehr ein Tor, das sich für jeden Menschen öffnet, der von sich aus bereit ist, sein Herz zu öffnen. Achtsamkeit kann nicht verordnet werden. Die Kinder bekommen nur über ihre eigene Erfahrung einen Zugang zu diesem inneren Raum. Betreten sie ihn, können sie wunderbare Dinge erfahren. Stille, Frieden, Licht, Erholung lassen sich dort finden.

Aber auch unangenehme Dinge werden im Fokus der Achtsamkeit wahrgenommen: Wut, Ärger, Ängste werden nicht einfach weggeschoben, sondern in den Fokus gerückt und bearbeitet.

Achtsamkeit lässt sich nicht anmahnen. Sie will auf eigene Faust im Herzen der Dinge entdeckt werden. Ein Kind lässt sich vielleicht zur äußeren Ruhe mahnen. Achtsamkeit und Meditation aber greifen tiefer. In kleinen Übungen nimmt das Kind in sich selbst eine Stille war, wenn auch nur für einen Augenblick. Es spürt in sich hinein, wie es ihm heute geht. Es bekommt das Geschenk einer echten Pause von seiner Arbeit, dem Lernen. Und kehrt anschließend entspannt und frisch in den Unterricht zurück.

Kleine Achtsamkeitsübung

Material: Eine Klangschale mit Klöppel

Die Kinder und der Pädagoge sitzen im Schneidersitz im Kreis und kommen zur Ruhe.

Der Pädagoge bringt die Klangschale zum Klingen. Die Kinder lauschen dem Ton und zeigen auf, wenn sie ihn nicht mehr hören können. Stille entsteht.

Jetzt gibt der Pädagoge ein paar Anleitungen:

"Gerade habt ihr dem Ton der Klangschale gelauscht. Genauso könnt ihr jetzt dem Klang der Stille zuhören. Versucht, kein Geräusch zu machen.

Könnt ihr in der Umgebung einzelne Geräusche wahrnehmen?

Geht mit der Aufmerksamkeit zu euch selbst. Legt eine Hand auf euer Herz. Spürt ihr, wie es schlägt? Oder könnt ihr es fühlen?"

...Stille....

"Jetzt geht mit eurer Aufmerksamkeit zu eurem Atem. Beobachtet euren Atem. Versucht ihn nicht zu beeinflussen, sondern lasst ihn ganz natürlich kommen und gehen. Beim Einatmen stellt euch vor, wie ihr an einer köstlichen Blüte riecht, beim Ausatmen denkt daran, wie ihr ein Blatt wegblast. Bleibt mit euren Gedanken ganz beim Atem. Der Atem hält euch am Leben, der Atem verbindet euch mit der Erde. Je bewusster ihr euren Atem wahrnehmt, umso besser kann sich euer Körper mit frischer Energie füllen.

Vielleicht gleiten eure Gedanken ab zu anderen Dingen, die gerade waren oder sein werden. Dann gebt diesem anderen Gedanken einen Namen, z.B. "Schulschluss" und stellt euch vor, wie dieses Wort einfach wegweht.

Jetzt könnt ihr euch wieder ruhig dem Atem zuwenden."

Zum Ende der Übung ertönt noch einmal die Klangschale.

Die Kinder können nun von ihren Erfahrungen mit der Übung erzählen.

Diese Grundübung lässt sich sehr schön durch Phantasie- oder Traumreisen erweitern, die gerade in den Schulalltag oder die Jahreszeit passen.

Kinder, die bei der Übung nicht mitmachen wollen, sollten in der Zwischen-zeit die Möglichkeit haben, eine andere Klasse zu besuchen.

Der Aspekt der Freiwilligkeit ist im Bereich der Achtsamkeit besonders zu berücksichtigen.

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