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Können Lesehunde wirklich lesen?
22.09.2017 15:36 von Marie Laschitz
Kategorie: Pädagogik

Können Lesehunde wirklich lesen?

Leni und ihr Frauchen sind früh morgens auf dem Weg in die Montessorischule. Beide sind nicht mehr ganz so gut zu Fuß, aber die Vorfreude auf die kommende Stunde lässt sie trotzdem recht zügig durch die Eingangstür der Schule gehen. Sofort wird Leni von Kindern umringt, ausführlich umarmt und gestreichelt. Auch ihr Frauchen wird freundlich begrüßt und zum Klassenzimmer begleitet.

Leni ist ein Lesehund. Sie hat eine Ausbildung zum Therapiehund absolviert und darf jetzt offiziell in einem Verein für tiergestützte Pädagogik mit Leseanfängern arbeiten. Mit ihrem Frauchen ist sie viermal die Woche in verschiedenen Münchner Grundschulen unterwegs.

Natürlich können Lesehunde nicht selber lesen. Aber sie haben eine Eigenschaft, die unter den Menschen nur schwer anzutreffen ist:

Leni ist eine unendlich geduldige, wohlwollende und aufmerksame Zuhörerin. Sie strahlt Ruhe und Zufriedenheit aus, wie sie so neben dem 6-jährigen Tim auf dem Boden liegt und genau das gibt dem Jungen das Gefühl, es gut zu machen, selbst wenn die gelesenen Worte noch etwas holpern.

Manchmal stellt sich Lenis rechtes Ohr etwas auf und zuckt, dann weiß Tim, dass er richtig gut gelesen hat.

Leni hat noch nie den Kopf darüber geschüttelt, wenn sich Tim einmal verliest oder ein Wort nicht herausbringt. Nicht einmal ihre Schnauze rümpft sie über seinen Fehler. Deshalb wird Tim immer zuversichtlicher mit dem Lesen und traut sich jetzt schon richtig lange Texte zu.

Nach und nach fasst er in Lenis Anwesenheit Mut und entwickelt Selbstvertrauen und Sicherheit beim Lesen.

Und der Junge, der immer etwas ängstlich ist, erlebt neben seinem Lesehund ein Stück Geborgenheit.

Ursprünglich aus Amerika kommend, hat sich die Idee der Lesehunde auch in Deutschland in Schulen, therapeutischen Einrichtungen und Bibliotheken rasant ausgebreitet. Noch gibt es keine einheitlichen Standards und jedes Bundesland handhabt das Projekt anders. Doch werden es ständig mehr Einrichtungen, die Lesehunde zu sich einladen.

Kinder, die nicht gut lesen können, lesen meistens auch nicht gern. Diesen Teufelskreis zu durchbrechen ist die tägliche Aufgabe von Leni und ihren Hundekollegen.

Durch Wohlwollen und Geduld erreicht sie oft mehr als mancher allzu ambitionierte Lehrer.

Besonders Kinder, die sich durch Kritik oder Belehrung leicht verunsichern und frustrieren lassen, entspannen sich sichtlich in der Anwesenheit eines Lesehundes und trauen sich, mit dem Tier zu sprechen und ihm vorzulesen.

Natürlich dürfen die Kinder mit ihrem Lesehund auch kuscheln und sein Fell streicheln. Das beruhigt die Kinder und schenkt ihnen Sicherheit. Stress wird abgebaut und das Vertrauen in die eigenen Fähigkeiten nimmt zu.

Nachweislich helfen Lesehunde dabei, die schulischen Leistungen "ihrer" Kinder zu verbessern, ihre Liebe zu Büchern zu wecken und ihre Ängste beim Vorlesen abzubauen.

Natürlich kommen nicht alle Hunde als Lesehunde in Frage.

Nur Hunde, die ein absolut freundliches und ausgeglichenes Naturell haben und gut erzogen sind, eignen sich als Lesehund.

Viele von ihnen haben bereits eine Ausbildung zum Therapiehund hinter sich. Da so eine Ausbildung Zeit und Geld kostet, ist es nicht ganz fair, dass die meisten Herrchen oder Frauchen mit Lesehund ehrenamtlich arbeiten und dafür keine Entlohnung bekommen.

Doch die meisten Hund-Mensch-Teams, die in Schulen unterwegs sind, wissen ganz genau, wie viel Freude sie bei ihren Besuchen mitbringen.

Und das ist natürlich auch eine Art Lohn.

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Der Erdkinderplan
01.09.2017 18:24 von Marie Laschitz
Kategorie: Pädagogik

Der Erdkinderplan

Maria Montessori unterteilte die kindliche Entwicklung in 3 Phasen von jeweils sechs Jahre Länge ein und entwickelte für jede Altersstufe speziell abgestimmte Lernmittel und Lernmethoden.

Besonders Jugendliche haben ganz besondere Bedürfnisse,Kompetenzen und Herausforderungen. In der Altersstufe von 12 - 18 Jahre leisten die Kinder und Heranwachsenden den

Übergang von der Mentalität des Kindes, welches innerhalb der Familie lebt,

zur Mentalität des Erwachsenen, welcher in der Gesellschaft leben muss". MM

In der Pubertät befindet sich das Gehirn sozusagen "im Umbau". Bestehende neuronale Verbindungen werden abgebaut und neue Verbindungen geknüpft, das logische Denken wird ind diesen Prozessen der  neuronalen Neustrukturierung und durch die hormonellen Umstellungen oft völlig blockiert.

Druck und Zwang bewirken hier oft nur, dass sich der Jugendliche völlig verschließt und keinerlei Leistungsbereitschaft mehr zeigt.

Montessori hat deshalb für das Lebensalter von 12 bis 18 Jahren ein ganz spezifisches Bildungskonzept entwickelt, den Erdkinderplan.

Er beinhaltet eine radikale Abwendung vom Konzept der Montessori-Grundschule, indem es ausschließlich praxisorientiert ist und den Jugendlichen ein Höchstmaß an Selbstbestimmung und Verantwortung ermöglicht. Es handelt sich mehr um eine "Erfahrungsschule", in der die Jugendlichen hauptsächlich körperlichen Tätigkeiten nachgehen und ganz unmittelbar Lebenserfahrungen sammeln.

Die "Vorbereitete Umgebung" für Jugendliche besteht demnach aus einem Lebensraum, der sowohl die Natur als auch die Kultur als Übungsfeld sehen, in dem sich der Jugendliche beweisen und verdient machen kann.

Im ländlichen Raum können die Jugendlichen in der Landwirtschaft, im Handwerk, in der Gastronomie und ähnlichen Bereichen ihre Begabungen entdecken und ihre Fähigkeiten erproben.

Folgende Anlaufstellen eignen sich besonders gut zur Umsetzung des Erdkinderplans:

- ein Bauernhof, als Stätte der Produktion

- ein Geschäft, als Stätte des Vertriebs und der Kommunikation

- ein Gästehaus, als Dienstleistungs- und Kontakteinrichtung.



Hier können die Jugendlichen erstmals ihre Wirksamkeit in der Gesellschaft erproben und lernen im geschützten Rahmen und im kleinen Bereich ihren Platz in der Gesellschaft einzunehmen.

Montessori verstand den Erdkinderplan als eine Erfahrungsschule des sozialen Lebens, in der sowohl die Selbsterfahrung als auch intensive Gemeinschaftserfahrungen ihren Platz haben:



Die Umwandlung ist beachtlich. Man wird wahrhaftig zum zweiten Mal geboren… 

Das Individuum wird zu einem sozialen Neugeborenen…

Die Schule dieser Kinder oder ihr Haus auf dem Lande muss ihnen die Gelegenheit zur sozialen Entfaltung sein.

Es geht darum eine Erfahrungsschule des sozialen Lernens zu schaffen.“                                              MM

Der Erdkinderplan      -  bietet Möglichkeiten zum Geldverdienen, um soziale Unabhängigkeit zu stärken

                               - Er beinhaltet eine Einführung in fundamentales Wissen über ökonomische Mechanismen

                              - Er regt das Studium der Naturwissenschaften und der Geschichte an

                              - Er vermittelt einen Bezug zur Lebensrealität auf Basis sozialer Grundfragen



Die besten Methoden sind diejenigen, die beim Schüler ein Maximum an Interesse hervorrufen,

die ihm die Möglichkeit geben, allein zu arbeiten, selbst seine Erfahrungen zu machen

und die erlauben, die Studien mit dem praktischen Leben abzuwechseln.“

Das Bedürfnis, den eigenen Platz in der Gesellschaft zu finden, steht in der Pubertät an erste Stelle. Es geht um eine Suche nach Orientierung und Halt, nach Anerkennung und Identität.Dafür müssen alte Strukturen überwunden und neue Strukturen erschaffen werden.

Die Umwandlung ist beachtlich. Man wird wahrhaftig zum zweiten Mal geboren…

Das Individuum wird zu einem sozialen Neugeborenen…

Die Schule dieser Kinder oder ihr Haus auf dem Lande muss ihnen die Gelegenheit zur sozialen Entfaltung sein.

Es geht darum eine Erfahrungsschule des sozialen Lernens zu schaffen.“

                                                                                                                                                      MM

Viele Schulen setzen den Erdkinderplan um, indem sie z.B. ein, zwei Wochen auf einem Bauernhof im Wechsel mit dem "normalen" Schulunterricht anbieten.

Andere Projekte laufen über Monate, in denen die Jugendlichen z. B. Häuser renovieren und kein Schulgebäude von innen sehen.

Pädagogen erzählen immer wieder von der überraschend positiven Erfahrung, wie selbständig und engagiert die Jugendlichen ihre praktischen Aufgaben angehen und bewältigen, sich untereinander organisieren und absprechen und dabei Konflikte oft ganz alleine bewältigen.

Natürlich sind nicht alle Jugendlichen für die praktische Arbeit geschaffen und würden lieber bei ihren Büchern bleiben. Der Erdkinderplan sollte deshalb genug Vielfalt und Flexibilität bieten, um jedem Schüler entsprechend seiner Neigungen und Fähigkeiten neue Erfahrungen machen zu lassen.

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Linkshändigkeit - Handicap oder Ressource?
22.08.2017 09:09 von Marie Laschitz
Kategorie: Pädagogik

Linkshändigkeit

Linkshänder machen etwa 10 bis 15 Prozent der Bevölkerung aus. Linkshändigkeit wird offensichtlich vererbt. Bei Linkshändern ist die rechte Gehirnhälfte die dominante Seite. Sie gelten als künstlerisch und kreativ, was dem Aufgabenbereich der rechten Gehirnhälfte entspricht. Die linke Hälfte ist, vereinfacht gesprochen, die analytisch-mathematische Seite.

Die ersten Anzeichen für Linkshändigkeit lassen sich bereits im Kleinkindalter feststellen.

Und: Linkshänder haben es nicht leicht. Obwohl zum Glück die Zeiten der Umerziehung vorbei sind, müssen Linkshänder in einer rechts-dominierten Welt bestehen. Wie wir als Pädagogen ihnen dabei helfen können, soll dieser Artikel zeigen.

In Zeiten der Umerziehung

Es ist erst ein, zwei Generationen her, dass man meinte, Kindern mit Linkshändigkeit etwas Gutes zu tun, indem man sie zum Schreiben mit der rechten Hand zwang. Die Folgen waren fatal. Kinder, die mit der linken Hand sicher und geschickt waren, zeichnen und vielleicht schon etwas schreiben konnten, mussten plötzlich mit der ungeübten Hand eine Schrift lernen, die gefühlt in die falsche Richtung mit gefühlt falsch herum geschwungenen Buchstaben geschrieben wird.

Natürlich verkrampften sich viele Linkshänder bei dieser Aufgabe und verloren schon in den ersten Schultagen einen Gutteil ihres Selbstvertrauens und ihrer Freude am Arbeiten.Wie viele Schullaufbahnen wurden hier oft schon am Anfang negativ beeinflusst und durch Verspannungen, Schmerzen und Frustrationen geprägt! Nicht wenige Schüler haben dann in späteren Jahren den Füller doch noch in die linke Hand genommen und mal kurz eben erneut das Schreiben gelernt.

Durch diese brachiale Umerziehung hat aber nicht nur das Selbstbewusstsein der Kinder gelitten.

In vielen Fällen ist tatsächlich im Gehirn einiges durcheinander gekommen. So ist das Orientierungsbewusstsein vieler Linkshänder oft auffallend schlecht und sie verwechseln häufig rechts mit links. Ihr natürlicher Drehsinn wird durch jede neue Schraube irritiert und es geht in ihnen in der von Rechtshändern dominierten und organisierten Welt vieles gegen den Strich. Mühsam müssen sie sich antrainieren und auswendig lernen, wie herum der Verschluss aufgeht, auf welcher Seite man sich richtig an der Kasse anstellt oder in welche Richtung sich die Schraube lockern lässt. Darüber hinaus verlieren sie leicht die Orientierung, wenn sie draußen unterwegs sind und können sich kaum auf einen inneren Kompass verlassen.

Umerzogene Linkshänder haben also oft auf der ganzen Linie mit Irritationen und Verunsicherungen zu kämpfen.

Linkshänderfreundliche Zeiten

Zum Glück haben sich die Zeiten geändert und kein Kind mehr wird bei uns zum Schreiben mit der rechten Hand gezwungen. Es gibt eine Vielzahl an Artikeln für Linkshänder, viele handwerkliche Betriebe schaffen spezielle Arbeitsplätze für sie und es gibt bundesweit Beratungsstellen.

Trotzdem bleiben gewisse Schwierigkeiten bestehen. Das Schreiben ist hier noch das geringste Problem. Zwar verwischt ein Linkshänder leicht die Schrift, wenn er mit der linken Hand beim Schreiben über die bereits geschriebene Zeile fährt, aber durch eine leichte Drehung des Heftes lässt sich das Problem ganz gut vermeiden.

Auch wenn einzelne Geräte, Apparate und Instrumente bereits in Linkshänder-Versionen hergestellt werden, ist es nach wie vor eine Welt der Rechtshänder und ganz nach deren Bedürfnissen ausgerichtet.

Linkshänder ticken einfach anders herum. Der Drehsinn spielt ja nicht nur bei einer Handbewegung, sondern auch bei der Körperdrehung eine Rolle. Linkshänder müssen immer wieder nachdenken, wie herum etwas funktioniert. Der innere Kompass wurde zu oft missachtet, um noch einwandfrei zu funktionieren.

Beidseitigkeit trainieren

Genau hier liegt aber auch das große Potential der Linkshändigen:

Sie haben es gelernt, umzudenken und gegen den eigenen Sinn Dinge zu tun. Auch wenn die Zeit der Umerziehung längst vorbei ist, werden Linkshänder in unzähligen Situationen nach wie vor dazu gezwungen, umzudenken und umzugreifen. Das macht ihr Gehirn flexibel. Beide Gehirnhälften werden so ständig gefordert und trainiert. Man spricht hier von der Lateralität der Gehirnhälften.

Die Beidseitigkeit der Hände und damit auch der Gehirnhälften zu trainieren ist natürlich auch für die rechtshändigen Kinder ein sehr effektives Hirntraining. Dabei kann sowohl hauptsächlich die schwache Hand, als auch die Synchronizität, also die Gleichzeitigkeit beider Hände geübt werden.

Es eignen sich Schreibübungen, Zeichenübungen, Schüttübungen, Fühlübungen usw. , nahezu jede Tätigkeit kann beidseitig eingeübt werden. Die Beidseitigkeit kann auch gut im Alltag trainiert werden, etwa beim Sport, beim Aufräumen oder beim Putzen.

Es ist eine großartige Erfahrung für die Kinder, wenn die Hand, mit der sich eine feinmotorische Bewegung zunächst komisch und anstrengend anfühlt, nach und nach sicherer und geschickter wird.

Ideal für die Verknüpfung beider Gehirnhälften und zudem ein Material, das die Kinder zentriert und ruhig macht, ist die liegende Acht, auf der eine Murmel balanciert wird. Kinder lieben dieses Material, als würden sie wissen, welch positiven Effekt es auf ihr Gehirn hat.

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Begreifen kommt von Greifen, Verstehen kommt von Stehen
08.08.2017 10:23 von Marie Laschitz
Kategorie: Pädagogik

Begreifen kommt von Greifen, Verstehen kommt von Stehen

2.Die Koordination von Gehirn, Händen und Beinen trainieren



Die Überschrift macht deutlich, wie sehr unsere Sprache den engen Zusammenhang von Intellekt und Körper widerspiegelt.

Seit einiger Zeit beschäftigt sich die moderne Hirnforschung mit dem Verwoben Sein von kognitiven Prozessen und dem gesamten menschlichen Organismus.

Was der Geist aufnimmt, wird immer in irgendeiner Form über die Neuronen an den Körper weitergeleitet und verarbeitet.

Wahrnehmen können wir das allerdings nur, wenn uns eine Information sehr überrascht oder überwältigt. Eine mögliche Reaktion des Körpers wäre da etwa ein

beschleunigter Puls, ein kurzer motorischer Kontrollverlust oder eine erhobene Stimme.

Steigt zusätzlich noch Angst auf, kommt es aller Wahrscheinlichkeit nach zu einer negativen Rückkoppelung im Gehirn. Denn starke negative Emotionen

blockieren unser Denken und liefern uns, ob wir wollen oder nicht, unkontrolliert den Affekten aus.


Umgekehrt haben aber auch physiologische Prozesse Auswirkungen auf den Geist. Wenn der Körper tief entspannen darf, wird in der Regel auch der Geist ruhig 

und  konzentriert.

Körperliches Wohlbefinden ist meistens auch eine wichtige Voraussetzung für Kreativität und Intuition, die oft erst in der Entspannung von Innen heraus ins

Bewusstsein aufsteigen können.


In der Montessoripädagogik werden diese Erkenntnisse der Neurowissenschaft schon lange im Lernalltag erkannt und umgesetzt.

Bei vielen Materialien wird die Verknüpfung von körperlicher Bewegung und Lehrprozessen bewusst angestrebt und angeregt, damit sich das Gelernte besser im

Gehirn verankern kann.

So ist etwa das "Gehen auf einer Linie" für jüngere Kinder eine äußerst wichtige Übung, um Körper und Geist in Einklang zu bringen.

Am Boden wird mit Klebeband eine Ellipse von etwa 3-4 Metern Länge geklebt. Die Kinder können nun immer einzeln und in vielen Variationen auf dieser Linie gehen

( barfuß, rückwärts, mit einem Glas Wasser usw.)

Diese Übung bringt die Kinder sehr schnell in ihre Konzentration. Auch schult das Gehen auf einer Linie den Gleichgewichtssinn und trainiert die Koordination

von Augen und Beinen. Die gezielten, achtsamen Schritte auf der Linie bringen das Kind weg von der Unruhe im Kopf in seinen Körper und in seine Mitte zurück.

Zugleich entschleunigt das Balancieren auf der Linie sehr stark und nervöse, aufgeregte Kinder werden wieder beruhigt und geerdet.

Voraussetzung für ein Gelingen der Übung ist allerdings die gesammelte Aufmerksamkeit aller anwesenden Kinder. Durch den gemeinsamen Mittelpunkt, nämlich das

Kind auf der Linie, widmet sich die ganze Gruppe achtsam einer gemeinsamen Sache und fokussiert sich.

Das Balancieren zentriert die Kinder und zeigt ihnen ihre momentanen Stärken und Grenzen auf. Wird die Übung öfters durchgeführt, können die Kinder die

Erfahrung machen, dass ihr Gleichgewichtssinn nicht jeden Tag identisch ist, sondern von Tag zu Tag variiert.

Pädagogen machen oft die Erfahrung, dass die ruhigeren, ausgeglicheneren Kinder auch sicherer auf der Linie gehen können als die unruhigeren Kinder.

Hier wird das Zusammenspiel von Psyche und Körper besonders deutlich. Innere Ausgeglichenheit drückt sich ein Stück weit eben auch in körperlicher Stabilität aus.

Ein weiterer wichtiger Aspekt der Hirnforschung ist die Vernetzung und Koordination der beiden Gehirnhälften. Um das Potential des menschlichen Verstandes

möglichst umfassend nützen zu können ist eine ausgewogene  Entwicklung und Förderung beider Gehirnhälften notwendig.

Besonders effektiv sind Übungen, die die beiden Hälften ansprechen und unmittelbar miteinander verknüpfen.

Ideal hierfür ist die Beschäftigung mit dem Montessorimaterial "Große Liegende Acht."

Das Kind hält mit beiden Händen eine liegende Acht aus Holz, auf der in einer Bahn eine Kugel bewegt wird und beliebig oft dem Schwung der Acht folgt.

In einer rhythmischen Bewegung wird hier nicht nur die Geschicklichkeit und das periphere Sehen geübt, sondern durch die gekreuzte Bahn der Acht werden im

fliegenden Wechsel beide Gehirnhälften beansprucht.

Durch Kontinuität werden zwischen den Hälften neue neuronale Verbindungen geschaffen, die die geistige Kapazität des Kindes erhöhen.

Im Spiel mit der großen liegenden Acht kreuzt das Kind immer wieder mit seiner Aufmerksamkeit die Körpermitte und überschreitet sie von links nach rechts und

umgekehrt von rechts nach links.

Dieser Aspekt ist besonders im Elementarbereich und im heilpädagogischen Bereich von Bedeutung. Das Kreuzen der Körpermitte ist ja ein wichtiger

Entwicklungsschritt in frühen Jahren.

Die liegende Acht gilt auch als eine Übung der Stille, da die erforderliche Konzentration und die gleichmäßige Bewegung eine sehr beruhigende Wirkung auf das Kind

haben. Fast könnte man hier von einem meditativen Charakter des Materials sprechen.

Der Körper lernt also immer mit. Er unterstützt vielschichtige Lernprozesse durch die Entwicklung von neuen neuronalen Verbindungen.

Das gelingt am Besten, wenn mit Hilfe des Lernmaterials auf ganz verschiedenen Ebenen Lerninhalte im Gehirn verankert werden.

Hier liegt wohl ein Erfolgsrezept von Montessorimaterialien:

Sie lassen sich zunächst mit den Augen betrachten, dann mit den Händen fühlen, oft auch schmecken, riechen oder hören um schließlich, positiv verstärkt, mit dem

Verstand begriffen zu werden.

    
                                                           

                                                         

  






 







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Empowerment in der Montessoripädagogik
29.05.2017 16:53 von Marie Laschitz
Kategorie: Pädagogik

Empowerment in der Montessoripädagogik



Der Begriff "Empowerment" geht auf den amerikanischen Sozialwissenschaftler Julian Rappaport zurück und bezeichnet einen ressourcenorientierten Handlungsansatz in der Sozialen Arbeit, der Menschen dabei unterstützen möchte, ihr Gefühl von Macht- und Einflusslosigkeit zu überwinden und zu einem selbstbestimmten und eigenverantwortlichen Leben zu gelangen.

Ein Sozialarbeiter leistet dabei eine Arbeit, die sich im optimalen Fall selbst überflüssig macht, nämlich wenn der Klient gelernt hat, aus eigener Kraft und mit den zur Verfügung stehenden Mitteln sein Leben positiv zu gestalten.

Empowerment geht davon aus, dass in jedem Menschen zwei Seiten zu finden sind, die hilflose, unsichere und schwache Seite genauso wie die kompetente, selbstsichere und starke Seite. Lediglich die Ausprägung der beiden Seiten ist unterschiedlich stark.

Durch eine gezielte Wahrnehmung und Ermutigung kann bei jedem Menschen die positive Seite gestärkt werden. Wie ein Gärtner seine Pflanzen sät, gießt und pflegt, können wir auch im Menschen die fruchtbaren und wertvollen Samen unserer Seele nähren und pflegen, damit sie gedeihen.

In der Pädagogik ist es in jedem Fall erfolgversprechender, die positiven Eigenschaften eines Kindes zu unterstützen und zum Vorschein zu bringen, als seine Defizite wahrzunehmen und zu bemängeln. Dabei ist es wichtig, nicht grundlos zu loben, sondern ehrlich und einfühlsam die vorhandenen Ressourcen zu stärken. Nur dann kann das Kind zu einer realistischen, positiv geprägten Selbstwahrnehmung gelangen.

Dafür muss ihm aber auch der Freiraum zugestanden werden, selbst zu entscheiden, selbst auszuprobieren und natürlich auch einmal selbst zu scheitern.

Wenn bei jeder Kleinigkeit überschwänglich gelobt wird, verliert das Lob bald seine Wirkung, wenn immer Alles auf Anhieb gelingt, bleibt beim Erfolg irgendwann die Freude aus.
Empowerment heißt auch, es dem Kind zuzutrauen, mit einen Misserfolg adäquat umzugehen und daraus wichtige Erfahrungen zu ziehen.

Kinder wollen sich erproben, sie wollen beweisen, was sie können, sie wollen es selber hinkriegen. Sie dabei zu unterstützen ist die Aufgabe, nicht ihnen Dinge abzunehmen, sie sie selbst machen können.

Der wohl bekannteste Satz von Maria Montessori, "hilf mir, es selbst zu tun" zielt genau in dieselbe Richtung wie der Empowerment-Ansatz. Der Ausspruch lautet weiter:

"Zeige mir, wie es geht.

Tu es nicht für mich.

Ich kann und will es allein tun.

Hab Geduld meine Wege zu begreifen.

Sie sind vielleicht länger, vielleicht brauche ich mehr Zeit,

weil ich mehrere Versuche machen will.

Mute mir Fehler und Anstrengung zu

denn daraus kann ich lernen."

Es brauch zweifellos viel Geduld, sich auf das Tempo der Kinder einzulassen und ihnen Fehler zuzugestehen. Doch genau hier können die Kinder Wesentliches von uns Erwachsenen lernen.
Schaffen wir es, dem Kind soviel Zeit und Raum zu lassen, wie es eben braucht oder führen wir dem Kind die Schattenseite der Erwachsenenwelt vor: ungeduldig, genervt und unfreundlich sein?

Das Kind absorbiert natürlich auch diese unguten Eigenschaften von uns, die wir ihm doch gar nicht vermitteln wollten. Und es wird durch den gereizten Erwachsenen völlig in seinem eigenen Tun irritiert.
Je mehr Negativität und Hektik auf das Kind einwirken, umso weniger kann es seine Aufgabe schnell und richtig erledigen.

Aber auch Erwachsene dürfen Fehler machen. Reißt uns mal wieder der Geduldsfaden, ist es gut, wenn wir zunächst einfach nur wahrnehmen und akzeptieren, dass wir ungeduldig sind. Wenn wir uns für die eigene Ungeduld auch noch innerlich ausschimpfen, reiten wir uns nur noch tiefer in die negativen Emotionen hinein. Statt dessen können wir versuchen, uns selbst diese Ungeduld einzugestehen und verständnisvoll damit umzugehen. Vielleicht können wir sogar dem Kind gegenüber eine Bemerkung machen, die wieder alles ins rechte Licht rückt, z. B. " Es tut mir leid, dass ich dich so gehetzt habe. Ich möchte nur, dass wir rechtzeitig zu Omas Geburtstag kommen".
So lernt das Kind, dass Fehler passieren dürfen und auch wieder gut gemacht werden können.

Es ist sehr wichtig, wie wir als Pädagogen, Therapeuten und Eltern mit unseren eigenen Schattenseiten umgehen. Gelingt es uns, sie zu integrieren, werden wir auch eine neue Intensität im Kontakt mit den Kindern erleben.



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Aus der Sicht einer Schülerin
24.05.2017 11:21 von Yvonne Busse
Kategorie: Sonstiges

Mein Name ist Nele und ich gehe momentan in die 9. Klasse der Tertia. 

Die Tertia ist ein Klasse aus 3 verschiedenen Alters-/Klassenstufen. 
Das beginnt an unserer Schule schon ab der 1. Klasse in der Primadia. Dort sind die Kinder von der 1. bis zur 3. Klasse. Nach der 3. Klasse kommen die Kinder in die Sekundaria, die ebenfalls gemischte Altersstufen hat. Die Sekundaria geht bis zur 6. Klasse. 
Ab der 7. Klasse sind die Kinder/Jugendlichen in der Tertia, diese geht bis zur 10. Klasse. Dort müssen die Jugendlichen entscheiden ob sie einen Hauptschul- oder einen Realschulabschluss machen. Mit dem Realschulabschluss gehen die Jugendlichen auf eine weiter führende Schule, um dort ihr Abi zu absolvieren. 
Ich finde die Idee mit den gemischten Klassen sehr gut, da man dadurch den Kontakt und Umgang mit Jüngeren, als auch mit Älteren lernt. Ebenfalls lernt man mit Respekt und Höflichkeit Menschen gegenüber zutreten. 
Um das Lernen zu erleichtern und selbstständiger zu machen gibt es Lernmaterialien. Das Material ist meist einfach zu verstehen und hat immer eine Lernkontrolle. Die Lernbegleiter, wie das Wort schon sagt, begleiten die Kinder beim Lernen und Arbeiten. 
Da unsere Schule bewusst wenige Kinder/Jugendliche in den Klassen hat, können sich die Lernbegleiter, in den jeweiligen Klassen, mit jedem Kind bewusst beschäftigen. So kann jedes Kind individuell gefördert werden und in seinem eigenen Tempo arbeiten und lernen. Durch die starke Zusammenarbeit von Kind und Lernbegleiter festigt sich der Kontakt und es wird das Gefühl entwickelt, eine Bezugsperson/Vertrauensperson zu haben. 
Ich finde es sehr gut, dass der Kontakt zwischen Lernbegleiter und Kind so gefördert wird, da es sich für mich dann nicht so anfühlt, als wäre ich ganz auf mich allein gestellt, beim Thema Lernen und Arbeiten. Ich denke, dass dies auch einer der Gründe war, wieso meine Eltern mich auf diese Schule schickten. 
Auch wird man gut auf das spätere Leben vorbereitet, da man durch die eigene Wahl eines neuen Themas das Selbständige Organisieren erlernt. 
Ich bin sehr gerne auf dieser Schule und fühle mich im Umgang mit Kindern und Lernbegleitern sehr wohl. 
Ich kann jedem diese Schule nur empfehlen. 
Danke fürs Lesen :)


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Übungen mit Wortartensymbolen
23.03.2017 18:39 von Montessori-Lernwelten.de
Kategorie: Materialien im Einsatz

Wortarten üben mit Gedichten von Josef Guggenmoos.


Ich bearbeite gerne im Zusammenhang mit dem Wortstudium Gedichte verschiedenster Dichter. Als Materialien nutze ich im Unterricht meistens die Wortartenschablonen und handgeschriebene Texte (Gedichte) der Kinder. Auf Tapetenpapier oder anderem großflächigem Papier lassen sich
lange Gedichte analysieren und mit Wortartensymbolen versehen.


Auch habe ich im Anfangsunterricht ABC-Lieder mit den Kinder bearbeitet und mit den passenden Wortartensymbolen versehen, angefangen mit Nomen über Verben zu den anderen Wortarten. Da das Schreiben anfangs noch mühsam ist, habe ich einfache Liedtexte als Vorlage vorbereitet. Die Kinder haben dann mit den Wortartenschablonen die entsprechenden Symbole gemalt, das schult die Feinmotorik und den Blick für ein ästhetisches Ganzes.


Das Material „Wortarten üben mit Gedichten von Josef Guggenmoos“ bietet eine Auswahl von leicht verständlichen kindgerechten Vierzeilern. Neben der Arbeit mit den verschiedenen Wortarten können feinmotorische Fertigkeiten wie Schneiden und genaues Kleben trainiert werden. Das Ergebnis ist schon beinahe ein künstlerisches Bild, das den Ausdruck des Gedichtes visuell zeigt. Eine Fehlerkontrolle findet sich in der Anzahl der Wortartensymbole.


Diese Erfahrungen im Gestalten bieten interessante Gesprächsanlässe, um mit den Kinder zu diskutieren und schon erste Gedichtinterpretationen anzubahnen:


Was will der Dichter ausdrücken?
Ist das Gedicht eher ruhig oder eher bewegt?
Welche Wortart kommt am häufigsten vor?
Passt der Ausdruck des Gedichtes zum Thema (Tier)?
Welches Reimschema hat der Dichter benutzt?


Diese Gedichte von Josef Guggenmoos bieten Anreize sowohl für Leseanfänger als auch für fortgeschrittene Leser.

Brigitte Götz

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Bruchrechnen in der Grundschule
20.11.2016 15:03 von Daniel Mathiebe
Kategorie: Pädagogik

Über das Rechnen mit gebrochenen Zahlen

von Tina Strobel

Vielen von uns Erwachsenen schwirrt der Kopf, wenn wir uns an unsere Schulzeit
und das Erlernen des Bruchrechnens erinnern. Alles abstrakt im Kopf von Beginn an
begreifen? Das war für viele von uns unmöglich.


Einfach, effektiv und anschaulich - so dürfen Kinder heute mit dem Anschauungsmaterial
nach Maria Montessori Brüche „greifen“ und dadurch ganz simpel
„begreifen“.


Erste Erfahrungen mit einfachen Brüchen können Kinder mit den Bruchrechenkegeln
sammeln. Sie erfahren durch die Arbeit an den Kegeln die Gleichwertigkeit von
Brüchen, erlernen sie zu benennen und darzustellen.


Jedes Haus sollte auf einem guten Fundament stehen! Die Arbeit mit den Bruchrechenkegeln
ist ein gutes Fundament für die aufbauende Arbeit mit Brüchen jeglicher
Art.

Bruchrechenkegel - Montessori Material


Die Bruchrechenkegel bestehen aus einem ganzen, halbierten, gedrittelten und geviertelten
Holzkegel. Der Fokus wird geschickt auf die Aufteilung der Kegel gelenkt.
Die visuelle Fehlerkontrolle ist im Material durch die farbliche Gestaltung enthalten.
Außerdem lassen sich nur die entsprechenden Teile wieder zu einem kompletten
Kegel zusammensetzen.


Etwas anspruchsvoller und umfassender präsentieren sich die Bruchrechenkreise.
Das ästhetische Material ist selbsterklärend.


Sie stellen Kreise von einem Ganzen bis hin zu 10/10 dar.
Mit dem für Montessorimaterial typischen hohen Aufforderungscharakter hat das
metallene Material seinen festen Platz auf zwei Holzständern. Die roten Kreise sind
aufsteigend geordnet und jeweils in einen grünen Rahmen eingefügt. Montessori
lenkt den Sinn des Kindes gezielt auf die verschiedenen Kreissegmente, indem sie
sämtliche weitere Reize des Materials bei allen Kreisen identisch gestaltet.

Bruchrechenkreise mit 2 Ständern - Montessori Material


So, jetzt wird aber gearbeitet!

Brüche benannt und zerlegt, gezeichnet, geschrieben, gekürzt und erweitert, ein
persönliches Brüchebüchlein erstellt und vieles, vieles mehr steckt in diesem Material!
Aber aufgepasst, es darf am Schluss kein Bruchteil übrig bleiben :-)


Als witzige Idee für kleine Fußballfans - wir verfolgen Viertel-, Halbfinale und natürlich
das Finale von WM und EM! Laminieren, zuschneiden und mit Begeisterung
Brüche erleben! Dazu habe ich folgenden Download vorbereitet: Fußball-Bruchrechnen

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Die Schulung der Auge-Hand-Koordination im Kleinkindalter
10.11.2016 14:55 von Montessori-Lernwelten.de
Kategorie: Pädagogik

Das Auge hilft der Hand
Tätigkeiten zu verrichten!

von Tina Strobel

In den ersten Lebensjahren besitzen Kinder einen großen Bewegungsdrang. In dieser Zeit befinden sie sich in der sensitiven Phase der Entwicklung von präzisen Bewegungsabläufen.

Sie krabbeln, spielen, toben, rennen, schaukeln, kullern - Kinder wollen sich im
Raum bewegen, mit den Dingen in ihrer Umgebung vertraut werden und arbeiten.
Dabei üben sie sich nicht nur in grobmotorischen Bewegungsabläufen, sondern beginnen
bereits ihre Feinmotorik weiterzuentwickeln und auszufeilen.


Anfangs sind die Bewegungen unkoordiniert, werden aber durch den natürlichen
Bewegungsdrang immer koordinierter und zielgesteuerter.


In der klassischen Montessoripädagogik wird diese kindliche Bewegungslust durch
die Übungen des täglichen Lebens von Beginn an befriedigt.


Maria Montessori hat den Zusammenhang zwischen Bewegung und der kognitiven
und emotionalen Entwicklung erkannt. Deshalb beinhaltet ihre komplette Pädagogik
eine umfassende Bewegungserziehung. Alle Materialien schulen die Hand/Auge-
Koordination und helfen dabei diese immer weiter zu verfeinern und auszufeilen.
Sie entwickelt sich parallel zu dem höher werdenden motorischen und kognitiven
Anspruch des Materials.


Da das von ihr entwickelte Material und Lernprinzip einfach schon in sich genial ist
um die Hand/Auge-Koordination zu schulen, möchten wir an dieser Stelle ergänzend
zwei Artikel aus unserem entwickelten Material für Kleinkinder vorstellen.
Unsere Toodler Materialien eignen sich hervorragend um die Anbahnung gezielter
Bewegungsabläufe und kognitiver Errungenschaften im Kleinkindalter zu unterstützen
und zu fokussieren. Kinder können damit entsprechend der sensitiven Phase
Bewegungsabläufe einüben und bis zur Perfektion trainieren. So ist bereits das
Kleinkind in der Polarisation der Aufmerksamkeit erlebbar.


Der Imbucare-Kasten mit einer Holzkugel ergänzt Maria Montessoris Lernprinzip
bereits für die Kleinsten perfekt!


Spielerisch werden verschiedene Grifftechniken und Bewegungsabläufe einstudiert.
Ein kleiner serieller Ablauf wird bei der Tätigkeit durchgeführt und bietet eine optimale
Basis um darauf später mit komplexen Arbeitsabläufen aufbauen zu können.
Die Augen unterstützen die kleinen fleißigen Hände bei ihrer Tätigkeit - spielerische
Schulung der Hand/Auge-Koordination von Beginn an!

Imbucare-Kasten mit einer Holzkugel


Etwas anspruchsvoller präsentiert sich das Sortierbrett mit unterschiedlichen Farbschattierungen
und Formen. Hier vereinen sich bereits mehrere Zielsetzungen spielerisch
in einem Material.


Die Benennung von Farben, die Sortierung nach Farbschattierung, das Ertasten der
Formgebung und natürlich als wertvoller Aspekt für die Hand/Auge-Koordination:
das Greifen des entsprechenden Holzringes sowie das exakte Aufstecken der Ringe
auf das dafür vorgesehenen Sortierbrett.

Schattierungen Sortierbrett mit Formen und Stäben


Ästhetisch ansprechend und hochwertig aus Holz gefertigt - so ist ein hoher Aufforderungscharakter
garantiert!


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Schwungübungen - vom spielerischen Ansatz bis zum abstrakten Arbeiten
30.10.2016 12:00 von Montessori-Lernwelten.de
Kategorie: Pädagogik

von Tina Strobel

Mit Stift und Papier gilt es viele verschiedene Techniken kennen und beherrschen zu lernen.
Übung macht bekanntlich den Meister!


Malen und Schreiben mit den Händen, verschiedenen Schreibgeräten, auf unterschiedliche Unterlagen
in diversen Größen. Sich selbst und die eigenen Fähigkeiten austesten und ständig
verbessern und verfeinern – es gibt 1000 Möglichkeiten!


Anbei finden Sie eine gezielte Auswahl an Schwungübungen, welche in drei Schwierigkeitskategorien
unterteilt wurden.


Vom spielerischen Ansatz bis hin zum abstrakten Arbeiten, eine bunte Palette, je nach Bedürfnis
und Wissensstand des Kindes.

Vorbereitete Umgebung

Vertiefung

Empfehlungen

Vorkenntnisse

Abstrakte Empfehlungen

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